Neue Wirklichkeiten – neue Mythen
Positionen der bildenden Kunst nach 1945
Präsentation, Vortrag, Gespräch
20. Oktober 2016
20.00 Uhr
Kostenbeitrag 3.- €
Neben der Entwicklung der verschiedenen Ausprägungen einer abstrakt ungegenständlichen Kunst, verstanden als neue Weltsprache, gab es nach 1945 viele Künstler in West und Ost, die sich der Dingwelt und der gesellschaftlichen Wirklichkeit, auch besonders in Deutschland der Aufarbeitung des Kriegstraumas und der faschistischen Verbrechen zuwandten. Durch die bildnerischen Mittel strebten sie danach, in unterschiedlichem Maße und mit verschiedenen Zielen die Welt des Gegenständlichen so zu zeigen, dass Sinn, Hintergründigkeit und Überhöhung sichtbar wurden. Ihre Bilder gerieten so zu Erzählungen über den Menschen in seinen zeitlichen und räumlichen Bedingungen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und systematische Ordnung führt der Vortrag durch die gegenstandsbezogene Malerei in West- und Osteuropa sowie Amerika.
Referent: Wolfram Weiße
Künstler, Geretsried
Wolfram Weiße war Kunst- und Filmlehrer am Gymnasium Geretsried. Heute ist er mit Themen aus Kunst und Ästhetik als Referent in der Erwachsenenbildung tätig. Unter dem Label „filmzeit“ macht er künstlerisch-poetische Filme aber auch solche aus dem weiteren Bereich des Dokumentarischen. Seit 2009 hat er sich wieder seinem ureigenen Medium, der Malerei zugewandt. Seitdem zahlreiche Ausstellungen