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Cranachs Lutherbilder
Welches Image braucht ein Reformator

Image – Darstellung des äußeren Erscheinungsbildes, das auf Persönlichkeit, Wesen und gesellschaftliche Stellung eines Menschen hinweisen soll, beeinflusst das innere Gesamt- und Stimmungsbild der Menschen, die diese Imagebilder sehen. Das klingt sehr nach zeitgenössischer Werbestrategie. Aber bereits Anfang 16. Jh. Wurde mit „Images geworben“ – für eine Person, für ein Projekt – die Reformation. Das Gespann Lukas Cranach, Künstler, und Martin Luther, Reformator, arbeitete zusammen, um der Reformation zum Durchbruch zu verhelfen. Man kann sehen, wie der Reformator Martin Luther zum „Popstar“ wurde und der Maler Lucas Cranach zum findigsten Unternehmer und wie sie beide die Idee der Reformation auf vielfältigste Weise mit Wirklichkeiten und der Politik verwoben. Das Bild Martin Luthers erfuhr durch die Zeit Wandlungen, stand aber stets für Höheres in Gesellschaft und Politik.

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Referent:

Wolfram Weiße war Kunst- und Filmlehrer am Gymnasium Geretsried. Heute ist er mit Themen aus Kunst und Ästhetik als Referent in der Erwachsenenbildung tätig. Unter dem Label „filmzeit“ macht er künstlerisch-poetische und dokumentarische Filme. Als Künstler hat er 2009 die Malerei wieder aufgenommen. Seither zahlreiche Ausstellungen.

im Pfarrsaal der Petrusgemeinde Geretsried – Egerlandstraße 39

Donnerstag, 23. März 2017 – 20:00 Uhr

Kostenbeitrag 3.- €

 

Ausstellung „SEHSTÜCKE“

Acrylbilder von Wolfram Weiße

im Kunstsalon, Bad Tölz, Marktstraße 6, bel etage

Vernissage Samstag  4. März 2017 – 19:00 Uhr – mit einer Einführung von Dr. Lusine Breitscheidel

Öffnungszeiten: Fr. – So. 14.00 – 18.00 Uhr – Dauer der Ausstellung bis zum 19. März 2017  Fr. Sa. So. von 14:00 – 18:00 Uhr

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Segel 2016

Die Tölzer Ausstellung hat den Titel „Sehstücke“, das heißt Bilder sehen, Bilder anschauen.

Weiße geht bei der Entwicklung seiner Bilder assoziativ vor, so wie der Betrachter sich das Bild assoziativ erschließt. Assoziation öffnet das Unbewusste, die Erinnerung und die Verbindungen mit Analogien in Form, Stil und Gehalt. Die Entstehung eines Bildes ist schwebend und wie ein Prozess, dessen Ausgang durchaus nicht klar ist. Die Arbeit gleicht einer nach innen gerichteten Recherche, einer detektivischen Untersuchung, um die Dinge zu entwickeln und sie in ihrem Wesen und in ihren Zusammenhängen zu zeigen. In den Beziehungen der Dinge ereignen sich Geschichten, die von der Eigenart und Fremdheit der Darstellungen leben.